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Riester-Sparen lohnt sich! (vgl. Finanztest 12/2009) Bei der Auswahl der Anlageform der Riester-Verträge ist jedoch Vorsicht geboten. Nicht jedes Produkt ist für jeden Anleger geeignet. Deshalb haben wir die Vielzahl der Informationen für Sie zu einem kleinen Überblick zusammengefasst:
Problemfall Riester-Fondspolicen: Ein großer Teil der bisher abgeschlossenen Riester-Verträge läuft als fondsgebundene Rentenversicherungen. Finanztest empfiehlt, Riester-Fondspolicen nicht weiter zu besparen (vgl. Finanztest 11/2009). Der Grund: Hohe Kosten, die bei Abschluss einer Riester-Fondspolice anfallen: „Zahlreiche Anbieter kassieren einen Teil der Kosten ... zu Beginn der Vertragslaufzeit. Hinzu kommen jährliche Kosten für die Verwaltung der Fonds, der Verträge an sich und die Führung der Depots.“ Versicherungen verlangen an laufenden Kosten bis zu „14,21% von jedem planmäßig eingehenden Beitrag.“
Das bisher eingezahlte Guthaben sollte aber nicht auf einen anderen Riester-Vertrag übertragen werden, weil damit die augenblicklichen Verluste festgeschrieben werden. Bei einem Wechsel kann der Sparer nicht die Summe seiner Einlagen plus Zulagen mitnehmen, sondern nur die Summe, die sein Konto ausweist.
Aus diesem Grund empfiehlt die Finanztest den Inhabern von Riester-Fondspolicen, die Versicherung beitragsfrei zu stellen und für künftige Einzahlungen einen neuen Vertrag abzuschließen (Finanztest 11/2009, Seite 24f.).
Mögliche bessere Wege:
1. Riester-Fondssparverträge: Wenn ein Anleger seine Riester-Sparsummen in Fonds anlegen möchte, weil er dort die Chance auf eine gute Rendite am höchsten einschätzt, dann solle er anstelle einer fondsgebundenen Rentenversicherung einen Fondssparplan abschließen (Finanztest 11/2009, S. 19). Dies geht über Banken oder Fondsgesellschaften. Finanztest empfiehlt jedoch freie Vermittler, die Sofortrabatte auf den Ausgabeaufschlag der Fonds-Anteile gewähren. Damit fließt ein höherer Prozentsatz in die Anlage. Das wiederum erhöht später die Rentenzahlungen. (Finanztest Spezial Altersvorsorge, S. 43, „Hier kaufen Sie günstig ein“) Riestern mit Fonds lohnt sich lt. Finanztest 11/2009 vor allem für jüngere Anleger.
2. Riester-Banksparverträge: Sie sind „die einfachste Lösung“ (vgl. Finanztest 12/2009, S. 37 ff.) Sie eignen sich für „alle, denen eine verlässliche Verzinsung wichtiger ist als die vage Aussicht auf überdurchschnittliche Renditen“ und seien besonders für ältere Anleger ab ca. 50 Jahren zu empfehlen. Hierbei lohnt sich ein Konditionsvergleich bei verschiedenen Banken.
3. Wohn-Riester: Im Rahmen des 2008 in Kraft getretenen Eigenheimrentengesetzes kann mit den Riester-Beiträgen und –Zulagen nun auch selbst genutztes inländisches Wohneigentum gefördert werden, wenn die Immobilie nach 2007 gebaut oder gekauft wurde. Insbesondere Bausparkassen profitieren von dieser Regelung. Es ist aber auch möglich, im Rahmen eines „Wohn-Riester-Darlehens“ die Zulagen als Tilgung direkt in die Rückzahlung eines Kredites fließen zu lassen. Dem steht die Besteuerung des fiktiven Wohnförderkontos im Alter entgegen. Ob sich Wohn-Riester lohnt, hängt von den individuellen Konditionen im Bausparvertrag oder im Darlehen sowie von der Höhe der Einkünfte im Alter ab.
Hier geht es zur Übersicht der Finanztest „Alle Riester-Sparformen im Vergleich“: http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/-Die-Riester-Tests-von-Finanztest/1602786/1602786/
Mehr Informationen zur Riester-Rente allgemein finden Sie auf der Homepage der Deutschen Rentenversicherung: http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/SharedDocs/de/Navigation/Rente/Riester__Rente__node.html__nnn=true
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